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Warum Infrarot- und Nahinfrarot-Phototherapiegeräte Wärme erzeugen (und warum sich rotes Licht anders anfühlt)

Letzte Aktualisierung: 30.01.2026
Lesezeit: 10 Minuten

Sie stellen ein Infrarot- oder Nahinfrarotpanel auf, und schon nach wenigen Minuten fragt jemand: „Es fühlt sich heiß an… ist das normal?“

Die Phototherapie mit Infrarot- und Nahinfrarotlicht erzeugt Wärme, da die vom Gewebe absorbierte Lichtenergie in Molekülbewegung umgewandelt wird, was wir als Temperaturanstieg wahrnehmen. Infrarotwellenlängen sind besonders stark mit Erwärmung verbunden, da sie mit starken Absorptionsbanden in Wasser und biologischen Molekülen übereinstimmen, während rotes Licht bei vergleichbaren Dosen typischerweise eine weniger wahrnehmbare Erwärmung hervorruft.

Warum Infrarot- und Nahinfrarot-Phototherapiegeräte Wärme erzeugen (und warum sich rotes Licht anders anfühlt) 1

Wärmeerzeugung durch Infrarot- und Nahinfrarot-Phototherapie im klinischen Einsatz

Wenn Sie mit Wellnessmarken, Rehabilitationskliniken oder der Geräteentwicklung für Erstausrüster zusammenarbeiten, ist es nicht unwichtig zu verstehen, woher diese Wärme kommt. Sie beeinflusst Komfort, Sicherheit, Konstruktion und die Art und Weise, wie Sie die Technologie Ihren Kunden erklären. Lassen Sie uns das genauer betrachten.

Wichtigste Erkenntnisse (Für Ingenieure, Kliniken und Marken)

Die Wärme in der Phototherapie ist kein Mysterium. Sie beruht auf grundlegenden physikalischen Prinzipien.

  • Die absorbierte Lichtenergie muss irgendwohin abgeleitet werden, und der größte Teil davon wird zu Wärme.
  • Infrarotstrahlung ist stark mit Erwärmung verbunden, weil Gewebe sie effizient absorbiert.
  • Nahes Infrarot dringt tiefer ein, sodass sich Wärme auch in tieferen Schichten aufbauen kann.
  • Rotes Licht erzeugt oft weniger Wärme, ist aber nicht wärmefrei.
  • Das Wärmemanagement ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Einsteiger- und High-End-Geräten.
  • Wärme ist in der Regel eine Nebenwirkung und nicht der Hauptwirkmechanismus bei der PBM.

Kurzer Satz.

Ignorieren Sie das nicht.

Was bedeutet „Wärme“ in der Infrarot-Phototherapie?

Wenn Menschen sagen, dass sich Infrarottherapie warm anfühlt, beschreiben sie eine tatsächliche Energieaufnahme.

Die Infrarottherapie wird oft als Wärmebehandlung, ähnlich wie Strahlungswärme, dargestellt. Bei vielen traditionellen Infrarotsystemen ist Wärme Teil der beabsichtigten Wirkung und fördert die Durchblutung und Entspannung.

Bei der modernen LED-basierten Photobiomodulation (PBM) ist Wärme jedoch in der Regel nicht das Ziel. Sie muss vielmehr kontrolliert werden.

Lichtenergie verschwindet nicht.

Photonen transportieren Energie. Wenn Gewebe sie absorbiert, muss diese Energie umgewandelt werden.

In den meisten biologischen Systemen ist das Endprodukt thermische Energie.

Das ist der Hauptgrund, warum bei der IR/NIR-Phototherapie Wärme entsteht.

Kernmechanismus: Lichtenergie wird letztendlich in Wärme umgewandelt

Jeder Phototherapie-Ingenieur sollte diese Kette verstehen:

Absorption → Molekulare Anregung → Relaxation → Wärme

Absorption wandelt Licht in Bewegung um

Wenn Gewebe Infrarotphotonen absorbiert, vibrieren oder rotieren die Moleküle.

Diese Schwingung wird zu einer zufälligen Molekularbewegung.

Diese Bewegung ist Wärme.

Thermische Relaxation ist der Standardendpunkt

Selbst wenn eine photochemische Signalübertragung stattfindet (wie bei der PBM), treiben nicht alle Photonen biologische Prozesse an.

Ein erheblicher Teil wird allein durch physikalische Gesetze in Wärme umgewandelt.

Deshalb kann man die „Lichttherapie“ nicht vollständig von den thermischen Effekten trennen.

Warum Infrarot (IR) die typischste "Wärmestrahlung" ist

Infrarot ist für seine Heizwirkung bekannt, weil es der Art und Weise entspricht, wie Materie Energie absorbiert.

IR-Übereinstimmungen mit Wasserabsorptionsspitzen

Menschliches Gewebe besteht größtenteils aus Wasser.

Die mittleren und fernen Infrarotwellenlängen überlappen sich stark mit dem Absorptionsspektrum von Wasser, was bedeutet, dass die Energie schnell und oberflächlich abgegeben wird.

Deshalb werden Infrarotlampen schnell heiß.

Infrarot ist effizient bei der Oberflächenerwärmung.

Infrarot erwärmt tendenziell zuerst die äußeren Schichten.

Dies ist bei einigen physiotherapeutischen Wärmeanwendungen nützlich, erhöht aber unbehandelt auch das Verbrennungsrisiko.

Warum Nahinfrarotstrahlung (NIR) immer noch einen deutlichen Temperaturanstieg verursacht

Nahinfrarot wird oft als „nicht erwärmend“ vermarktet, weil es an der Oberfläche weniger absorbiert wird.

Das stimmt nur zur Hälfte.

NIR dringt tiefer ein und gibt dann Energie ab.

NIR (etwa 810–850 nm) dringt tiefer ein als mittleres IR.

Tieferes Eindringen bedeutet jedoch nicht, dass keine Absorption stattfindet.

Das bedeutet, dass sich Wärme im Muskel-, Faszien- oder Gefäßgewebe stauen kann.

Hämoglobin und Wasser absorbieren weiterhin NIR.

Selbst im „optischen Fenster“ ist Gewebe nicht transparent.

Blut-, Wasser- und Mitochondrien-assoziierte Chromophore absorbieren einen Teil der Energie.

Hohe Bestrahlungsstärke über einen längeren Zeitraum führt zu messbarer Erwärmung.

Hohe Leistungsdichte verändert alles

Bei niedrigen Dosen ist die Wärme nur mild.

Bei hohen Dosen, insbesondere in dichten LED-Arrays, wird der Temperaturanstieg zu einer technischen Herausforderung.

Hier versagen viele billige Paneele.

Warum rotes Licht vergleichsweise weniger Wärme erzeugt

Rotes Licht fühlt sich oft sanfter an, aber der Grund dafür ist keine Magie.

Geringere Gewebeabsorption bei typischen roten Wellenlängen

Bei 630–660 nm ist die Absorption im Allgemeinen geringer als in den IR-Heizbändern.

Weniger absorbierte Energie bedeutet einen geringeren unmittelbaren Temperaturanstieg.

Mehr Streuung, weniger direkte Wärmeeinbringung

Rotes Licht streut im Gewebe stärker.

Dadurch wird die Energie verteilt, anstatt sie in Wärme zu konzentrieren.

PBM-Effekte sind hauptsächlich photochemischer, nicht thermischer Natur.

Bei der Rotlicht-PBM liegt das primäre Ziel in der zellulären Signalgebung, nicht in der Erwärmung.

Es kann zwar zu Wärme kommen, aber das ist nicht der Mechanismus, den Sie verkaufen sollten.

Vergleich: Infrarot vs. Nahinfrarot vs. Rotlicht (Wärmeperspektive)

Hier ist eine praktische Möglichkeit, dies Käufern und klinischen Partnern zu erklären:

Wellenlängenbereich Typisches Wärmeempfinden Eindringtiefe Hauptanliegen beim Gerätedesign
Infrarot (Mittel-/Fern-IR) Starke, schnelle Oberflächenerwärmung Flach bis mittel Verbrennungsgefahr, Oberflächen-Hotspots
Nahinfrarot (810–850 nm) Mäßige, tiefere Wärme im Laufe der Zeit Tiefer Wärmestau im Gewebe, Kühlbedarf
Rotes Licht (630–660 nm) Milde Wärme, oft subtil Mäßig Gleichmäßigkeit, PBM-Optimierung

Wichtige technische Schlussfolgerungen in B2B-Projekten

Wenn Sie Phototherapiegeräte entwickeln oder beschaffen, ist Wärme kein Nebenaspekt.

Es bestimmt die Produktstufe.

Bestrahlungsstärke, Tastverhältnis und thermische Belastung

Zwei Paneele können die gleiche Wellenlänge aufweisen, sich aber thermisch sehr unterschiedlich verhalten.

Wichtigste Einflussfaktoren:

  • Leistungsdichte (mW/cm²)
  • Sitzungsdauer (10 vs. 30 Minuten)
  • Kontinuierlicher vs. gepulster Betrieb
  • Abstand von der Haut

Warum High-End-Panels MCPCB + aktive Kühlung verwenden

Passives Aluminium hilft.

Hochleistungssysteme erfordern jedoch oft Folgendes:

  • Metallkern-Leiterplatte (MCPCB)
  • Kühlkörper
  • Ventilatoren oder aktive Luftstromkonstruktion
  • Validierung der thermischen Gleichmäßigkeit

Bei REDDOT LED betrachten wir die Wärmetechnik als Teil der klinischen Glaubwürdigkeit, nicht nur des Komforts.

Einheitlichkeit bestimmt die Sicherheit

Ein Panel, das als „durchschnittlich sicher“ eingestuft wird, aber Hotspots aufweist, ist nicht sicher.

Gleichmäßige Bestrahlungsstärke und kontrollierter Temperaturanstieg sind die Merkmale, die professionelle Geräte von Geräten für Endverbraucher unterscheiden.

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Der Aufbau des LED-Panels ist geschichtet.

Professionelle Sicherheitshinweise für Hersteller

Hitze ist beherrschbar, aber nur, wenn man sie respektiert.

Konformität und Prüfung sind wichtig

Hersteller sollten sich an Folgendem orientieren:

  • IEC-Konzepte zur photobiologischen Sicherheit
  • Temperaturanstiegsprüfung
  • Klare Kennzeichnung von Kontraindikationen

Verbrennungen und Überbelichtung verhindern

Das Risiko steigt mit:

  • Verminderte Empfindung (Neuropathie)
  • Dünne oder geschädigte Haut
  • Übermäßige Sitzungszeit
  • Schlechte Gerätekühlung

Wärme ist kein therapeutischer Beweis

Ein wärmeres Paneel ist nicht automatisch effektiver.

Bei der PBM kann zu viel Wärme den Komfort und die Compliance beeinträchtigen.

Checkliste für B2B-Käufer: 5 Fragen zum Thema Wärmetechnik an Lieferanten

Wenn Sie Paneele beschaffen oder eine Markenlinie aufbauen, fragen Sie direkt nach:

  1. Wie hoch ist der Anstieg der Oberflächentemperatur nach 10–20 Minuten?
  2. Ist die Kühlung nur passiv oder auch aktiv?
  3. Wie wird die thermische Gleichmäßigkeit im gesamten Behandlungsbereich geprüft?
  4. Welche Normen und Zertifizierungen gewährleisten einen sicheren Betrieb?
  5. Welche Kontraindikationen gibt es für hitzeempfindliche Anwender?

Das erspart einem später monatelange Probleme.

Tipps, bewährte Vorgehensweisen und gängige Irrtümer

  • Mythos: „Infrarot ist heißer, weil es mehr Energie hat.“
    Tatsächlich hängt die Erwärmung von der Absorption ab, nicht nur von der Wellenlänge.
  • Mythos: „NIR erzeugt keine Wärme.“
    Realität: Das kann es, insbesondere bei hoher Bestrahlungsstärke.
  • Empfohlene Vorgehensweise: Beginnen Sie mit kürzeren Sitzungen und achten Sie auf den Komfort.
  • Bewährte Vorgehensweise: Gleichmäßigkeit hat Vorrang vor reiner Leistung.

FAQ

F: Ist Infrarotlicht im Grunde dasselbe wie Wärme?
A: Infrarotstrahlung ist elektromagnetische Strahlung. Sie wird beim Absorbieren durch Gewebe zu Wärme, weshalb sie stark mit Erwärmung in Verbindung gebracht wird.

F: Bedeutet Wärme, dass die Therapie besser wirkt?
A: Nicht unbedingt. Bei der Photobiomodulation (PBM) steht die photochemische Signalgebung im Vordergrund, nicht die Erwärmung. Zu viel Wärme kann Komfort und Sicherheit beeinträchtigen.

F: Kann Nahinfrarotstrahlung die Augen schädigen, auch wenn sie unsichtbar ist?
A: Ja. Auch unsichtbare Wellenlängen können das Augengewebe beeinflussen. Daher ist eine angemessene Augenschutzberatung unerlässlich.

F: Warum fühlt sich rotes Licht weniger warm an als Infrarotlicht?
A: Rotes Licht wird typischerweise weniger stark absorbiert und stärker gestreut, was zu einer weniger konzentrierten Wärmeentwicklung führt.

Nächste Schritte: Auswahl technisch besserer Phototherapiegeräte

Die Wärmeentwicklung bei der IR- und NIR-Phototherapie ist normal.

Entscheidend ist die Kontrolle.

Ein professionelles Gerät sollte therapeutische Wellenlängen mit folgenden Eigenschaften abgeben:

  • Stabile Ausgabe
  • Gesteuerter Temperaturanstieg
  • Geprüfte Gleichförmigkeit
  • Klare Sicherheitsgrenzen

Bei REDDOT LED unterstützen wir Marken und Kliniken mit OEM/ODM-Phototherapielösungen, die für Sicherheit, Komfort und Compliance im Alltag entwickelt wurden.

Warum Infrarot- und Nahinfrarot-Phototherapiegeräte Wärme erzeugen (und warum sich rotes Licht anders anfühlt) 3

Rotlicht- und Nahinfrarot-Phototherapiepanel in einer Rehabilitationsklinik

Referenzen & Quellen

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