Unsere Blogs
Nutzbarmachung Licht für
Ganzheitliches Wohlbefinden
Aktualisierungsdatum: 27.05.2026 | Lesezeit: 16 Minuten
Die Rotlichttherapie für Hunde wird oft sehr unterschiedlich beschrieben. Einige Ratgeber empfehlen kurze Sitzungen, andere längere Bestrahlungszeiten. Manche konzentrieren sich auf rotes Licht, andere auf Nahinfrarotlicht. Daher interessieren sich viele Hundebesitzer für Photobiomodulation, sind sich aber unsicher, wie sie diese sicher zu Hause anwenden können.
Der entscheidende Punkt ist folgender: Rotlichttherapie besteht nicht einfach darin, einen Hund mit einer roten Lampe zu beleuchten. Sie hängt von Wellenlänge, Bestrahlungsstärke, Abstand, Behandlungsdauer, Fellbeschaffenheit des Hundes, dem zu behandelnden Gewebe und der zu behandelnden Erkrankung ab.
In der veterinärmedizinischen Rehabilitation wird dieses Verfahren üblicherweise als Photobiomodulation (PBM) bezeichnet. Dabei werden spezifische Wellenlängen des roten und nahinfraroten Lichts genutzt, um zelluläre Prozesse zu unterstützen, die an der Gewebereparatur, der Entzündungshemmung und der Schmerzmodulation beteiligt sind. Die veterinärmedizinische Forschung ist vielversprechend, insbesondere bei Beschwerden des Bewegungsapparates und ausgewählten Anwendungen zur Wundheilung. Die Protokolle variieren jedoch je nach Gerät und Erkrankung noch stark.
Der Hund benutzt das Rotlichttherapie-Panel.
Dieser Leitfaden erklärt, wie Rotlichttherapie bei Hunden angewendet werden kann, welche Wirkungen damit erzielt werden können und welche nicht, wie man das richtige Gerät auswählt und wie man die Therapie sicher zu Hause beginnt. Er dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt weder eine tierärztliche Diagnose noch eine Behandlung.
Die Rotlichttherapie für Hunde nutzt sichtbares rotes Licht und Nahinfrarotlicht, um Energie in das Gewebe einzubringen. Diese Wellenlängen werden häufig in der Photobiomodulation eingesetzt, da sie mit zellulären Strukturen interagieren können, die an der Energieproduktion und -reparatur beteiligt sind.
Ein typisches Rotlichttherapiegerät für Haustiere verwendet möglicherweise Folgendes:
Einige PBM-Geräte für die Veterinärmedizin nutzen auch andere Nahinfrarot-Wellenlängen, wie z. B. 810 nm, 904 nm, 940 nm, 980 nm oder 1064 nm. Daher ist es genauer, 630–850 nm als gängigen Bereich für die Anwendung zu Hause zu bezeichnen, nicht als einzigen therapeutischen Bereich für Hunde.
Photobiomodulation wirkt durch eine auf Licht basierende biologische Reaktion und nicht durch Wärme, Massage oder Vibration.
Wenn geeignete Wellenlängen das Gewebe erreichen, kann ein Teil der Lichtenergie von zellulären Photoakzeptoren absorbiert werden, darunter mitochondriale Enzyme wie die Cytochrom-c-Oxidase. Diese Wechselwirkung kann die ATP-Produktion, die Signalübertragung reaktiver Sauerstoffspezies, die Freisetzung von Stickstoffmonoxid und Entzündungsprozesse beeinflussen.
Vereinfacht ausgedrückt kann die Photobiomodulation (PBM) Zellen dabei helfen, während der Reparatur und Regeneration effizienter zu funktionieren. Deshalb wird sie in Bereichen wie Wundheilung, Weichteilverletzungen, Gelenkbeschwerden und Rehabilitation erforscht.
Die Photobiomodulation (PBM) ist jedoch dosisabhängig. Zu wenig Licht kann keine nennenswerte Wirkung hervorrufen. Zu viel Licht kann den gewünschten Effekt verringern oder das Gewebe reizen. Dies wird als biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehung bezeichnet und ist eines der wichtigsten Prinzipien für die sichere Anwendung zu Hause.
Rotlichttherapie kann für manche Hunde hilfreich sein, insbesondere wenn sie als Teil eines tierärztlichen Behandlungs- oder Rehabilitationsplans eingesetzt wird.
Das größte praktische Interesse besteht bei:
Die Forschung an Hunden umfasst kontrollierte Studien zur Ellbogenarthrose beim Hund sowie klinische Diskussionen über die Photobiomodulation (PBM) in der veterinärmedizinischen Rehabilitation. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie erhielten Hunde mit Ellbogenarthrose über einen Zeitraum von sechs Wochen PBM und zeigten Verbesserungen hinsichtlich Lahmheit und Schmerzen sowie einen reduzierten Bedarf an nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Dies bedeutet nicht, dass jedes Heimgerät die gleichen Ergebnisse erzielt, aber es stützt die Annahme, dass eine korrekte Dosierung von PBM klinisch relevant sein kann.
Gleichzeitig ist die Evidenzlage nicht für alle Erkrankungen gleich stark. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2023 zur veterinärmedizinischen Lichttherapie ergab, dass Laser- und LED-Lichttherapie zwar in verschiedenen Anwendungsgebieten bei Tieren eingesetzt werden, die Behandlungsparameter jedoch erheblich variieren und die Ergebnisse nicht immer einheitlich sind.
Eine verantwortungsvolle Schlussfolgerung lautet:
Die Rotlichttherapie kann bestimmte Ziele der veterinärmedizinischen Rehabilitation unterstützen, sollte aber nicht als garantierte Behandlung oder Heilung dargestellt werden.
Ältere Hunde und große Rassen neigen häufig zu Gelenksteife, Hüftbeschwerden, Ellbogenarthrose oder Bewegungseinschränkungen. Die Photobiomodulation (PBM) wird in der tierärztlichen Rehabilitation häufig bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt, da sie Entzündungen und Schmerzsignale modulieren kann.
Bei Gelenkbehandlungen werden häufig Nahinfrarot-Wellenlängen bevorzugt, da diese für tiefer liegende Weichteilgewebe geeignet sind. Je nach Behandlungsbereich können Panels, Matten, Gürtel oder Veterinärlaser eingesetzt werden.
Das Rotlichttherapiegerät lindert Gelenkentzündungen bei Haustieren.
Die häusliche Pflege sollte zurückhaltend sein. Bei starker Lahmheit, plötzlichen Schwellungen, Fieber oder zunehmenden Schmerzen ist vor jeder Selbstbehandlung eine tierärztliche Untersuchung erforderlich.
Die Photobiomodulation (PBM) wird häufig im Zusammenhang mit der postoperativen Genesung diskutiert, da sie die Gewebereparatur und Entzündungshemmung unterstützen kann. Einige Tierkliniken setzen nach orthopädischen Eingriffen oder Weichteiloperationen laser- oder LED-basierte PBM ein.
Tierhalter sollten zu Hause nach einer Operation Rotlichttherapie nur anwenden, wenn der Tierarzt dies befürwortet. Dies ist besonders wichtig bei vorhandenen Nähten, Wundsekret, Schwellungen, Wärme, Infektionen oder ungewöhnlichem Ausfluss.
Drücken Sie ein Gerät nicht direkt auf eine frische Wunde, es sei denn, der Tierarzt hat Sie ausdrücklich dazu angewiesen.
Rote Wellenlängen werden häufig für oberflächlichere Ziele verwendet, daher können Tierhalter eine Rotlichttherapie bei lokaler Hautirritation, Fellproblemen oder zur Behandlung kleinerer oberflächlicher Schäden in Betracht ziehen.
Hauterkrankungen bei Hunden können jedoch viele Ursachen haben, darunter Allergien, bakterielle Infektionen, Hefepilze, Milben, hormonelle Störungen oder immunvermittelte Erkrankungen. PBM sollte nicht als Ersatz für eine korrekte Diagnose verwendet werden.
Eine 2022 kritisch bewertete Überprüfung ergab, dass einige lichtbasierte Ansätze als ergänzende Behandlung für ausgewählte Hauterkrankungen bei Hunden vielversprechend sein könnten, die Beweislage jedoch nicht stark genug ist, um sie generell für alle dermatologischen Erkrankungen zu empfehlen.
Aktive Hunde, Arbeitshunde und ältere Hunde können Muskelkater oder Weichteilzerrungen entwickeln. Nahinfrarot-PBM kann als Teil der Rehabilitationsmaßnahmen in Betracht gezogen werden, da es häufig für tiefer liegende Gewebestrukturen eingesetzt wird.
Bei Muskelkater nach dem Training sollten Sie zunächst kürzere Einheiten mit geringerer Intensität durchführen. Zeigt der Hund Schmerzen, Schwellungen, Lahmheit oder Belastungsunwilligkeit, beenden Sie die Selbstbehandlung und suchen Sie tierärztlichen Rat.
Die Photobiomodulation (PBM) wird zur Nervenreparatur und neurologischen Rehabilitation erforscht, ist aber ein komplexeres Gebiet. Bei Schwäche, Empfindungsverlust, Lähmungen, Nachziehen der Gliedmaßen oder plötzlichen Koordinationsstörungen ist eine Behandlung zu Hause nicht angebracht.
Die Rotlichttherapie sollte bei Nervenerkrankungen nur unter tierärztlicher Aufsicht angewendet werden.
Welches Gerät am besten geeignet ist, hängt vom Behandlungsbereich, der Größe des Hundes und dem beabsichtigten Verwendungszweck ab.
Ein Rotlichttherapiegerät ist nützlich, wenn ein größerer Bereich wie Rücken, Hüfte, Schultern oder Hinterhand behandelt werden soll. Solche Geräte können für große Hunde, ältere Hunde oder Hunde mit mehreren steifen Körperstellen hilfreich sein.
Der Hauptvorteil ist die Abdeckung. Die größte Einschränkung besteht darin, dass Abstand und Positionierung konstant bleiben müssen. Ein Hund, der sich ständig vom Panel entfernt, erhält eine ungleichmäßige Dosis.
Bei Solarmodulen für den Heimgebrauch sollten Sie prüfen, ob der Hersteller gemessene Bestrahlungsstärkedaten für realistische Abstände, wie z. B. 10 cm, 15 cm oder 20 cm, bereitstellt.
Eine Therapiematte ermöglicht es dem Hund, sich während der Sitzung hinzulegen. Dies kann für ältere oder ängstliche Hunde einfacher sein, da sie nicht still vor einer Wand stehen müssen.
Matten eignen sich gut für die großflächige Behandlung von Körperstellen, insbesondere am Rücken, an den Hüften oder an den Gliedmaßen. Dennoch sollten Matten mit Vorsicht verwendet werden. Mehr Kontakt bedeutet nicht automatisch eine bessere Behandlung, und längere Sitzungen sind nicht immer sicherer.
Ein flexibler Rotlichttherapiegürtel eignet sich gut für Hüfte, Knie, Ellbogen, Schultern oder den unteren Rücken. Er hält die Lichtquelle nah am Behandlungsbereich, ohne dass der Anwender während der gesamten Anwendung ein Handgerät halten muss.
Der Gurt sollte bei Hunden niemals zu eng anliegen. Er sollte weder Atmung, Bewegungsfreiheit, Durchblutung noch Komfort einschränken.
Für kleine, begrenzte Bereiche wie beispielsweise folgende eignen sich handliche Geräte oder Taschenlampen:
Der Vorteil liegt in der Präzision. Die Einschränkung besteht in der Abdeckung. Ein Handgerät ist für die Behandlung des gesamten Körpers eines großen Hundes unpraktisch, es sei denn, man hat genügend Zeit und Geduld, jeden Bereich gründlich zu behandeln.
Handgeräte, Gürtelgeräte, Ganzkörper-Pads, Paneel-Rotlichttherapieprodukte
Die Wellenlänge ist wichtig, weil für unterschiedliche Gewebetiefen unterschiedliche Wellenlängen verwendet werden.
Rotes Licht wird häufig für oberflächlichere Ziele verwendet. Es kann für Haut, Fell, flache Wunden und oberflächliche Reizungen ausgewählt werden.
Es ist in der Regel die bessere Wahl, wenn sich das Ziel nahe an der Hautoberfläche befindet.
Nahinfrarotlicht wird häufig für tiefer liegende Weichteilgewebe eingesetzt. Dadurch eignet es sich für Gelenke, Muskeln, Sehnen und größere Behandlungsbereiche.
Viele Heimgeräte nutzen 850 nm, da diese Wellenlänge weit verbreitet und in PBM-Geräten häufig verwendet wird. Veterinärsysteme können je nach Design und Protokoll andere Nahinfrarot-Wellenlängen verwenden.
Viele Heimtiertherapiegeräte kombinieren rotes und nahinfrarotes Licht, häufig im Bereich von 660 nm und 850 nm. Dies kann praktisch sein, da das Gerät sowohl oberflächliche als auch tiefer liegende Bereiche abdeckt.
Zwei Wellenlängen ersetzen jedoch nicht die korrekte Dosierung. Behandlungsdauer, Abstand und Intensität spielen weiterhin eine wichtige Rolle.
Nicht alle Hunde sind dem Licht auf die gleiche Weise ausgesetzt.
Ein kurzhaariger Greyhound und ein dickhaariger Husky erhalten von demselben Gerät aus demselben Abstand nicht die gleiche Gewebedosis. Felldicke, Hautpigmentierung, Körpergröße und die zu behandelnde Fläche beeinflussen, wie viel Licht das Gewebe erreicht.
Dichtes Fell kann Licht blockieren, streuen oder absorbieren, bevor es die Haut erreicht. Bei Hunden mit dichtem Fell kann das Scheiteln des Fells die Lichtdurchlässigkeit verbessern. In manchen Fällen empfiehlt der Tierarzt, eine kleine Stelle über einer chronisch behandelten Stelle zu scheren.
Einen Hund sollte man nicht scheren oder trimmen, ohne Rasse, Fellart und Hautempfindlichkeit zu berücksichtigen.
Bei kleinen Hunden ist in der Regel ein vorsichtigerer Behandlungsbeginn erforderlich. Ihre Körpergröße ist geringer, ihre Haut möglicherweise dünner und der Behandlungsbereich kleiner.
Beginnen Sie mit kürzeren Trainingseinheiten, geringerer Intensität oder größerer Distanz.
Große Hunde benötigen unter Umständen längere Behandlungszeiten oder eine großflächigere Behandlung, insbesondere bei Hüfte, Schultern oder Rücken. Das bedeutet jedoch nicht, dass „maximale Intensität“ die beste Wahl ist. Ziel ist eine gleichmäßige, angemessene Dosis, nicht die größtmögliche Bestrahlung.
Es gibt keine allgemeingültige Behandlungsdauer, die für jeden Hund und jedes Gerät geeignet ist. Die korrekte Dosis hängt von der Bestrahlungsstärke, dem Abstand, der Wellenlänge, dem Behandlungsbereich und dem Gesundheitszustand des Hundes ab.
Für den konservativen Gebrauch im privaten Bereich sind dennoch folgende Ausgangspunkte sinnvoll:
Für ein einzelnes Gelenk, eine kleine Wundfläche oder eine kleine Hautfläche:
Für Hüfte, Rücken, Schultern oder größere Muskelpartien:
Manche Geräte oder tierärztliche Protokolle empfehlen möglicherweise längere Sitzungen, aber beginnen Sie nicht gleich am ersten Tag mit langen Sitzungen.
Ein konservativer Tagesablauf zu Hause könnte folgendermaßen beginnen:
Häufigere Behandlungen führen nicht automatisch zu schnelleren Ergebnissen. Das Gewebe benötigt zwischen den Sitzungen Zeit, um zu reagieren.
Bevor Sie beginnen, fragen Sie Ihren Tierarzt, ob eine Rotlichttherapie für den Zustand Ihres Hundes geeignet ist.
Dies ist besonders wichtig, wenn Ihr Hund Folgendes hat:
Die Rotlichttherapie sollte die tierärztliche Versorgung unterstützen, nicht ersetzen.
Beachten Sie die Anweisungen des Herstellers bezüglich:
Eine Tabelle mit gemessenen Bestrahlungsstärken ist nützlicher als die vage Behauptung einer „hohen Leistung“.
Nutzen Sie einen ruhigen Raum, in dem sich Ihr Hund bereits wohlfühlt. Ein Hundebett, eine Matte oder ein vertrauter Ruheplatz eignen sich gut.
Zwingen Sie den Hund nicht, in Position zu bleiben. Wenn der Hund gestresst ist, hechelt, zittert oder versucht zu fliehen, brechen Sie die Übung ab und versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
Ein ruhiger Hund lässt sich leichter positionieren, und eine gleichbleibende Positionierung macht die Dosierung zuverlässiger.
Bei lokaler Behandlung das Fell scheiteln, damit mehr Licht die Haut erreichen kann. Die Stelle sorgfältig untersuchen.
Behandeln Sie die betroffenen Bereiche nicht mit:
Bei Hunden mit dichtem Fell kann die Fellpflege einen entscheidenden Unterschied machen.
Halten Sie den vom Hersteller empfohlenen Abstand ein.
Als allgemeine Richtlinie:
Gehen Sie nicht davon aus, dass eine Annäherung an das Gerät immer besser ist. Die Bestrahlungsstärke ändert sich mit dem Abstand, und LED-Panels folgen im Nahbereich nicht immer der einfachen Regel „doppelter Abstand, Viertel der Leistung“. Verwenden Sie nach Möglichkeit die vom Hersteller angegebenen Messdaten.
Die erste Sitzung sollte kurz sein.
Ein guter Ansatz für den ersten Einsatz ist:
Beobachten Sie Ihren Hund während und nach der Trainingseinheit.
Positive Anzeichen können sein:
Halten Sie sofort an, wenn Sie Folgendes bemerken:
Wenn sich die Symptome verschlimmern, unterbrechen Sie die Behandlung und kontaktieren Sie Ihren Tierarzt.
Ein einfaches Protokoll hilft Ihnen, Überdosierung zu vermeiden und liefert Ihrem Tierarzt nützliche Informationen.
Aufzeichnen:
Kleine Veränderungen lassen sich leichter erkennen, wenn man sie über einen längeren Zeitraum verfolgt.
Der Schutz der Augen ist bei Geräten mit rotem und nahinfrarotem Licht besonders wichtig.
Richten Sie ein Rotlichttherapiegerät niemals direkt in die Augen Ihres Hundes. Dies gilt sowohl für rotes als auch für nahinfrarotes Licht, insbesondere da nahinfrarotes Licht zwar weniger hell ist, aber dennoch empfindliches Augengewebe erreichen kann.
Beachten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen:
Indirektes Raumlicht unterscheidet sich deutlich von direkter Lichteinstrahlung. Direkte Lichteinstrahlung sollte vermieden werden.
Wenn Ihr Hund an Katarakten, Netzhauterkrankungen, Glaukom, Augenverletzungen oder einer kürzlich erfolgten Augenoperation leidet, konsultieren Sie Ihren Tierarzt, bevor Sie ein Lichttherapiegerät in der Nähe des Kopfes verwenden.
Wenden Sie die Rotlichttherapie bei Ihrem Hund in den folgenden Situationen nicht ohne tierärztliche Genehmigung an:
PBM kann die Zellaktivität beeinflussen. Das ist Teil der beabsichtigten Wirkung, aber auch der Grund, warum bei abnormalem Gewebewachstum, Infektionen und nicht diagnostizierten Erkrankungen Vorsicht geboten ist.
Längere Sitzungen sind nicht automatisch besser. PBM hat ein therapeutisches Fenster. Zu lange Bestrahlung kann die gewünschte Wirkung verringern oder Reizungen verursachen.
Beginnen Sie mit einer kurzen Strecke und steigern Sie diese nur allmählich, wenn der Hund sie gut verträgt.
Dichtes Fell kann die Lichtmenge, die die Haut erreicht, deutlich reduzieren. Durch Scheiteln des Fells oder die Behandlung von Stellen mit dünnerem Fell lässt sich ein gleichmäßigeres Aussehen erzielen.
Hunde unterscheiden sich in Körpergröße, Fellbeschaffenheit, Verhalten und Anatomie. Die für Menschen entwickelten Rotlichttherapie-Protokolle sollten nicht direkt auf Haustiere übertragen werden.
Gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass Hinken auf Arthritis hindeutet oder dass gerötete Haut lediglich ein Hotspot ist. Hunde benötigen eine genaue Diagnose, bevor über eine Behandlung entschieden werden kann.
Ein Gerät mit der Aufschrift „hohe Leistung“ ist nicht automatisch besser. Achten Sie auf gemessene Bestrahlungsstärke, Wellenlängenangaben, Behandlungsabstand, Timer-Steuerung und klare Sicherheitshinweise.
Bei der Auswahl eines Geräts sollten Sie auf praktische Sicherheits- und Benutzerfreundlichkeitsmerkmale achten:
Für internationale Märkte sollten Begriffe wie FDA, CE, FCC, RoHS und ISO 13485 mit Vorsicht verwendet werden.
Am sichersten ist es, zu sagen, dass ein Produkt über entsprechende Konformitätsdokumente verfügt oder unter einem relevanten Qualitätsmanagementsystem hergestellt wird, anstatt zu behaupten, dass Zertifizierungen therapeutische Ergebnisse beweisen.
Unterschiedliche Produktformate dienen unterschiedlichen Bedürfnissen.
Ein Panel eignet sich für eine großflächige Abdeckung des Rückens, der Hüften oder der Schultern. Es kann für große Hunde oder Hunde mit mehreren steifen Körperstellen nützlich sein.
Eine Matte ermöglicht es dem Hund, sich während der Behandlung natürlich hinzulegen. Dies kann für ältere Hunde, ängstliche Hunde oder Hunde, die nicht gerne vor einer Trennwand stehen, hilfreich sein.
Ein Gürtel oder eine Bandage kann helfen, Hüfte, Knie, Ellbogen oder den unteren Rücken gezielt zu entlasten. Er sollte weich, verstellbar und nicht zu eng sein.
Ein handliches Gerät eignet sich gut für kleine Bereiche, wie z. B. ein Gelenk, eine Hautstelle oder einen kleinen postoperativen Bereich nach tierärztlicher Genehmigung.
Die Ergebnisse sind unterschiedlich. Manche Hunde scheinen sich nach einigen Sitzungen wohler zu fühlen, während andere eine längere, konsequente Anwendung benötigen.
Bei chronischen Gelenkproblemen tritt eine Besserung in der Regel allmählich ein. Eine realistische Testphase kann mehrere Wochen betragen, vorausgesetzt, der Hund fühlt sich wohl und der Tierarzt befürwortet die weitere Anwendung.
Bei Wunden oder Hautproblemen sollte der Heilungsverlauf sorgfältig überwacht werden. Wenn die betroffene Stelle röter, anschwillt, schmerzt, nässt oder entzündet aussieht, brechen Sie die Behandlung ab und kontaktieren Sie Ihren Tierarzt.
Die Rotlichttherapie sollte anhand realer Veränderungen gemessen werden: Mobilität, Komfort, Wundbild, Verhalten und tierärztliche Nachuntersuchungen, nicht anhand von Marketingversprechen.
Wählen Sie den Behandlungsbereich, scheiteln Sie das Fell gegebenenfalls, stellen Sie das Gerät im empfohlenen Abstand ein und beginnen Sie mit einer kurzen Anwendung. Bei kleinen, lokalisierten Bereichen beginnen Sie mit 1–2 Minuten und steigern Sie die Dauer allmählich auf 2–5 Minuten, sofern Ihr Hund die Behandlung gut verträgt. Bei größeren Bereichen beginnen Sie mit 3–5 Minuten und erhöhen Sie die Behandlungsdauer vorsichtig.
Halten Sie sich stets an die Bedienungsanleitung des Geräts und konsultieren Sie bei gesundheitlichen Problemen Ihren Tierarzt.
Die tägliche Anwendung kann in einigen tierärztlich überwachten Behandlungsprotokollen angebracht sein, sollte aber nicht für jeden Hund vorausgesetzt werden. Für die allgemeine Anwendung zu Hause sind 2–3 Anwendungen pro Woche oder die Anwendung jeden zweiten Tag oft ein vorsichtigerer Einstieg.
Wenn Ihr Hund sich von einer Operation erholt, an Arthritis leidet oder eine Wunde hat, fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem Behandlungsplan.
PBM kann bei korrekter Dosierung die Schmerzlinderung und die Verbesserung der Beweglichkeit bei manchen Hunden mit Arthrose unterstützen. Arthritis sollte jedoch von einem Tierarzt diagnostiziert und behandelt werden. Rotlichttherapie ist als unterstützende Maßnahme zu verstehen und kein Ersatz für Gewichtsmanagement, Medikamente, Rehabilitation oder tierärztliche Behandlung.
PBM kann in bestimmten Fällen die Wundheilung unterstützen, die Wunde muss jedoch zuvor untersucht werden. Rotlichttherapie sollte nicht bei infizierten, tiefen, chirurgischen oder sekretierenden Wunden angewendet werden, es sei denn, Ihr Tierarzt hat dies genehmigt.
Direkter Kontakt mit den Augen sollte vermieden werden. Richten Sie rotes oder nahinfrarotes Licht nicht direkt in die Augen Ihres Hundes. Verwenden Sie bei Behandlungen im Kopfbereich eine Schutzvorrichtung oder achten Sie auf eine sorgfältige Positionierung. Fragen Sie Ihren Tierarzt, bevor Sie eine Lichttherapie im Gesichts- oder Augenbereich anwenden.
Bei Geräten für den Heimgebrauch sind rotes Licht mit 660 nm Wellenlänge und Nahinfrarotlicht mit 850 nm Wellenlänge üblich. Rotes Licht wird im Allgemeinen für oberflächlichere Bereiche eingesetzt, während Nahinfrarotlicht häufig für tiefer liegendes Weichgewebe verwendet wird. Veterinärgeräte können je nach Protokoll zusätzliche Wellenlängen nutzen.
Wählen Sie anhand des Behandlungsbereichs.
Rotlichttherapie kann bei sorgfältiger und sachgemäßer Anwendung eine hilfreiche Unterstützung für Hunde sein. Die wichtigsten Faktoren sind Wellenlänge, gemessene Bestrahlungsstärke, Behandlungsabstand, Behandlungsdauer, Felldicke und der Gesundheitszustand des Hundes.
Bei der Anwendung zu Hause sollten Sie vorsichtig beginnen. Führen Sie kurze Sitzungen durch, vermeiden Sie direkten Augenkontakt, beobachten Sie das Verhalten Ihres Hundes und führen Sie ein Behandlungsprotokoll. Wenden Sie Rotlichttherapie nicht ohne tierärztliche Rücksprache bei Tumoren, Infektionen, ungeklärten Schwellungen, in der Nähe der Augen oder an Operationswunden an.
Ziel ist nicht maximale Leistung oder maximale Behandlungsdauer. Ziel ist eine gleichmäßige, angemessene Dosis, die das Wohlbefinden und die Genesung Ihres Hundes im Rahmen eines tierärztlich abgestimmten Behandlungsplans unterstützt.
Hamblin, MR (2017). Mechanismen und Anwendungen der entzündungshemmenden Wirkung der Photobiomodulation. AIMS Biophysics, 4(3), 337–361. PMID: 28748217
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28748217/
Pryor, B., & Millis, DL (2015). Therapeutischer Laser in der Veterinärmedizin. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice, 45(1), 45–56. PMID: 25432681
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25432681/
Zein, R., Selting, W. & Hamblin, M. R. (2018). Übersicht über Lichtparameter und die Wirksamkeit der Photobiomodulation: Einblick in die Komplexität. Journal of Biomedical Optics, 23(12), 120901. PMID: 30550048
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30550048/
Looney, AL, Huntingford, JL, Blaeser, LL & Mann, S. (2018). Eine randomisierte, verblindete, placebokontrollierte Studie zur Untersuchung der Auswirkungen der Photobiomodulationstherapie auf die Ellenbogenarthrose beim Hund. Canadian Veterinary Journal, 59(9), 959–966.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6091142/
Millis, DL, et al. (2023). Eine systematische Literaturübersicht zur komplementären und alternativen Veterinärmedizin: Lasertherapie. Animals, 13(4), 667
https://www.mdpi.com/2076-2615/13/4/667
US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA). Allgemeines Wohlbefinden: Richtlinie für Medizinprodukte mit geringem Risiko.
https://www.fda.gov/regulatory-information/search-fda-guidance-documents/general-wellness-policy-low-risk-devices
Amerikanische Veterinärmedizinische Vereinigung. Richtlinie zur integrativen Veterinärmedizin.
https://www.avma.org/resources-tools/avma-policies/integrative-veterinary-medicine