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Nutzbarmachung Licht für
Ganzheitliches Wohlbefinden
Aktualisiert am: 18. Juni 2026 | Lesezeit: 9 Minuten
Ältere Muskeln brauchen nach dem Training länger, um sich zu erholen – das ist nicht nur ein subjektives Empfinden, sondern biologisch bedingt. Die Rotlichttherapie zur Linderung von Entzündungen nach dem Training bei älteren Erwachsenen findet in der Sportmedizin und der Photobiomodulationsforschung zunehmend Beachtung, und die Ergebnisse sind konsistenter als viele Wellness-Versprechen vermuten lassen.
Die Rotlichttherapie, typischerweise im roten und nahinfraroten Wellenlängenbereich von etwa 630–850 nm angewendet, kann Muskelkater mit verzögertem Beginn reduzieren, indem sie die mitochondriale Energieproduktion unterstützt und Entzündungssignale moduliert. Mehrere kontrollierte Studien zur Photobiomodulation und Erholung nach dem Training berichteten über Veränderungen von Markern wie Kreatinkinase, Laktat, oxidativem Stress und dem subjektiven Schmerzempfinden nach der Behandlung.
Für ältere Erwachsene, deren Entzündungsreaktion verlangsamt sein kann und deren mitochondriale Leistungsfähigkeit mit dem Alter abnehmen kann, ist dieser Mechanismus besonders relevant. Dieser Artikel untersucht, wie dieser Prozess funktioniert, welche Wellenlängen und Bestrahlungsstärken wichtig sind und wie man die Sitzungen praktisch gestaltet – ohne sich auf produktspezifische Aussagen zu stützen.
Älterer Erwachsener dehnt sich nach leichter Bewegung in einem hellen Heim-Fitnessstudio
Die Erholung nach dem Sport dauert mit zunehmendem Alter oft länger. Mehrere biologische Veränderungen tragen dazu bei: Die Zellreparatur verlangsamt sich, die Mitochondrienleistung nimmt ab und die Grundentzündung kann höher bleiben als bei jüngeren Erwachsenen. Dieser altersbedingte Entzündungszustand wird oft als „Inflammaging“ bezeichnet und kann dazu führen, dass sich die Erholungsphase nach dem Sport länger und deutlicher anfühlt.
Regelmäßige körperliche Aktivität zählt nach wie vor zu den wichtigsten gesundheitsfördernden Verhaltensweisen für Erwachsene ab 60 Jahren. Sport stärkt Kraft, Gleichgewicht, Beweglichkeit, Herz-Kreislauf-Funktion und kognitive Fähigkeiten. Die Erholungsphase spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein langsamer Einstieg, ausreichend Ruhe und die Berücksichtigung von Muskelkater sind besonders wichtig für ältere Erwachsene, die mit einem regelmäßigen Training beginnen oder dieses beibehalten möchten.
Der Ablauf ist einfach: Sport erzeugt mikroskopischen Stress in den Muskelfasern, was eine akute Entzündungsreaktion auslöst. Diese Reaktion ist nicht grundsätzlich schlecht – sie ist Teil der Gewebereparatur. Problematisch wird es, wenn die Erholung unvollständig ist oder wenn wiederholte Trainingseinheiten stattfinden, bevor der Körper wieder seinen Ausgangszustand erreicht hat.
Dieser Artikel konzentriert sich auf den Zeitraum von 24 bis 72 Stunden nach dem Training und die Möglichkeiten der Photobiomodulation in diesem Zeitraum. Die übergeordnete Frage, wie rotes und nahinfrarotes Licht entzündungshemmende Prozesse beeinflusst, wird im Hauptartikel zur [Rotlichttherapie zur Entzündungshemmung] behandelt; der Fokus liegt hier auf der trainingsspezifischen Regeneration älterer Erwachsener.
Diagramm zur Darstellung des Eindringens von roten Lichtphotonen in Haut- und Muskelgewebe, wobei die Mitochondrien hervorgehoben sind.
Die Photobiomodulation wirkt primär über einen photochemischen, nicht über einen thermischen Prozess. Bestimmte Wellenlängen des roten und nahinfraroten Lichts werden von zellulären Chromophoren absorbiert, darunter Cytochrom-c-Oxidase, ein Enzym, das an der mitochondrialen Atmung beteiligt ist.
Diese Wechselwirkung kann mehrere nachgelagerte Prozesse beeinflussen:
Diese Unterscheidung ist wichtig, da Photobiomodulation nicht mit Wärmetherapie gleichzusetzen ist. Wärmetherapie wirkt hauptsächlich durch Temperaturveränderungen, Gefäßerweiterung und Kreislaufverbesserung. Photobiomodulation mit rotem Licht und Nahinfrarot hingegen wirkt durch lichtinduzierte Zellsignalisierung, selbst wenn sich das Gerät während der Anwendung leicht warm anfühlt.
Für alterndes Muskelgewebe ist dieser Mechanismus relevant, da die Mitochondrienfunktion mit zunehmendem Alter tendenziell abnimmt. Wenn Mitochondrien Teil des therapeutischen Ziels sind, kann älteres Muskelgewebe anders reagieren als jüngeres. Das bedeutet zwar nicht, dass ein Erfolg garantiert ist, liefert aber eine biologisch plausible Begründung dafür, die Rotlichttherapie gezielt bei älteren Erwachsenen zu untersuchen, anstatt sich ausschließlich auf jüngere, sportlich aktive Bevölkerungsgruppen zu stützen.
Rotes Licht, häufig im Bereich von 630–680 nm, eignet sich besser für oberflächliche Gewebe und oberflächliche Muskelschichten. Nahinfrarotes Licht, häufig im Bereich von 800–880 nm, dringt tiefer ein und wird üblicherweise eingesetzt, wenn es sich um größere Muskelgruppen, Sehnen oder gelenknahes Gewebe handelt.
Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Leal-Junior und Kollegen untersuchte die Anwendung von Low-Level-Lasertherapie und LED-basierter Phototherapie vor und nach dem Training. In kontrollierten Studien zeigte sich, dass die Photobiomodulation mit Verbesserungen verschiedener Erholungsparameter einherging, darunter Kreatinkinase, Laktat und Marker der Muskelleistung.
Die meisten Studien in diesem Bereich umfassen jüngere oder altersgemischte Erwachsene. Diese Einschränkung sollte deutlich benannt werden. Die Evidenz speziell für ältere Erwachsene ist noch weniger umfangreich als die allgemeine Literatur zum Thema Erholung nach körperlicher Betätigung. Die beteiligten Mechanismen – mitochondriale Signalgebung, Modulation von oxidativem Stress und Regulation von Entzündungsmarkern – bleiben jedoch auch für ältere Bevölkerungsgruppen relevant.
De Marchi und Kollegen lieferten ein Beispiel aus dem Trainingskontext, in dem eine nach dem Laufen angewandte Low-Level-Lasertherapie mit reduzierten oxidativen Stressmarkern und einem verbesserten Erholungszustand der Skelettmuskulatur im Vergleich zu einer Kontrollgruppe einherging.
Die Studienlage ist vielversprechend, aber noch nicht vollständig. Weitere altersspezifische Studien sind erforderlich, um die optimale Dosis, den optimalen Zeitpunkt, das optimale Behandlungsgebiet und die Langzeitergebnisse für Erwachsene über 60 Jahre zu bestimmen.
Nahaufnahme der LEDs eines Rotlichttherapie-Panels mit Dual-Wellenlängen-Konfiguration (660 nm, 850 nm).
Nicht alle Rotlichttherapiegeräte liefern Parameter, die denen in klinischen Studien entsprechen. Die beiden wichtigsten Variablen sind Wellenlänge und Bestrahlungsstärke im tatsächlichen Behandlungsabstand .
Die Wellenlänge wird in Nanometern gemessen. Für die Erholung nach dem Training umfassen gängige Forschungs- und Gerätebereiche sichtbares rotes Licht um 630–680 nm und nahinfrarotes Licht um 800–880 nm.
Die Bestrahlungsstärke wird in mW/cm² gemessen. Sie beschreibt, wie viel optische Leistung auf eine bestimmte Hautfläche trifft. Entscheidend ist die Formulierung „im tatsächlichen Behandlungsabstand“. Ein Gerät kann zwar mit einer hohen Leistung werben, doch wenn diese Leistung direkt an der Lichtquelle und nicht im Behandlungsabstand gemessen wird, spiegelt der Wert möglicherweise nicht die tatsächliche Dosierung wider.
Bei Anwendungen im Bereich des Bewegungsapparates wird in der Forschung häufig ein therapeutisches Fenster anstelle eines einzelnen Idealwerts diskutiert. Die effektive Dosierung hängt von der Wellenlänge, der Leistungsdichte, dem Behandlungsbereich, der Belichtungszeit, der Gewebetiefe und dem Zielgebiet ab: oberflächliche Schmerzen, tieferliegende Muskelermüdung, Sehnenbeschwerden oder gelenknahes Gewebe.
Für ältere Erwachsene kann eine Kombination aus rotem und nahinfrarotem Licht sinnvoll sein, da Beschwerden nach dem Sport häufig sowohl oberflächliche als auch tiefer liegende Gewebe betreffen. Oberflächlicher Muskelkater, Hautrötungen und oberflächliche Muskelbeschwerden lassen sich möglicherweise besser mit rotem Licht behandeln. Größere Muskelgruppen, Sehnen und gelenknahes Gewebe benötigen hingegen die Eindringtiefe von nahinfrarotem Licht.
Bezüglich der Pulsfrequenz bieten einige Geräte gepulste Nahinfrarotstrahlung mit unterschiedlichen Frequenzen an. Die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von gepulster gegenüber kontinuierlicher Strahlung bei der Regeneration nach dem Training ist noch nicht abschließend geklärt. Für die meisten Heimanwender, insbesondere ältere Erwachsene, die mit einem neuen Trainingsprogramm beginnen, sind einfache Einstellungen für kontinuierliche Strahlung oder niedrige Frequenzen der unkomplizierteste und schonendere Einstieg.
Nahinfrarotlicht wird häufig im Zusammenhang mit der Muskelregeneration diskutiert, da es tiefer eindringen kann als sichtbares rotes Licht. Dadurch eignet es sich besser für größere Muskelgruppen und tiefer liegende Weichteilgewebe.
Forschungen zur Photobiomodulation in der Skelettmuskulatur deuten darauf hin, dass Nahinfrarotlicht die Mitochondrienaktivität, oxidative Stressprozesse und die Expression entzündungsfördernder Zytokine beeinflussen kann. Diese Mechanismen sind relevant für die Art von Ermüdung und Muskelkater, die ältere Erwachsene nach Gehen, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining oder Gleichgewichtsübungen verspüren können.
Ältere Erwachsene können auch Schulter-, Nacken-, Hüft-, Knie- oder Rückenschmerzen verspüren, die mit bestehenden Gelenkproblemen einhergehen. Diese Überschneidung ist wichtig, da Muskelkater nach dem Sport und chronische Gelenkentzündungen nicht dasselbe sind. Artikel darüber, wie Nahinfrarotlicht die Durchblutung und Entzündungsregulation bei Senioren unterstützt und ob Rotlicht und Nahinfrarotlicht Senioren bei der Linderung von Schulter- und Nackenentzündungen helfen können, beleuchten diese verwandten Themen ausführlicher.
Die wichtigste Erkenntnis ist, dass die Eindringtiefe von Nahinfrarotlicht nicht nur ein Marketingversprechen ist. Es handelt sich um eine physikalische Eigenschaft, die relevant ist, wenn sich das Behandlungsziel unter der Hautoberfläche befindet.
Forscher überprüft Datendiagramme einer Photobiomodulationsstudie im Rahmen einer klinischen Studie.
Die Rotlichttherapie zur Erholung von Entzündungen nach dem Training bei älteren Erwachsenen liegt an der Schnittstelle zweier Forschungsrichtungen: einem breiteren Forschungsgebiet zur Photobiomodulation und Erholung nach dem Training sowie einem kleineren Forschungsgebiet, das sich auf alterndes Muskelgewebe konzentriert.
Die aussagekräftigsten Belege stammen aus Studien und Übersichtsarbeiten, die die Photobiomodulation vor oder nach dem Training untersuchten. Diese Studien berichteten über positive Effekte auf Parameter wie Muskelkater, Kreatinkinase, Laktat, oxidativen Stress sowie die Erholung von Kraft und Leistungsfähigkeit.
Für ältere Erwachsene ist die praktische Bedeutung klar: Verkürzt sich die Erholungszeit oder werden Muskelkater reduziert, lässt sich ein regelmäßiges Trainingsprogramm leichter beibehalten. Das ist wichtig, denn Regelmäßigkeit ist einer der stärksten Indikatoren für den langfristigen gesundheitlichen Nutzen körperlicher Aktivität.
Allerdings lassen sich nicht alle Erkenntnisse von jüngeren Athleten direkt auf Erwachsene über 60 übertragen. Ältere Erwachsene können sich hinsichtlich Entzündungsstatus, Medikamenteneinnahme, Durchblutung, Hautdicke, Körperzusammensetzung, Mitochondrienfunktion und Regenerationsfähigkeit unterscheiden. Diese Variablen können Einfluss darauf haben, wie die Photobiomodulation dosiert und überwacht werden sollte.
Was noch nicht vollständig geklärt ist:
Diese Lücken entkräften die Beweislage nicht. Sie bedeuten lediglich, dass die Forschungsergebnisse sorgfältig interpretiert werden sollten.
Die Entzündung nach dem Training ist akut, mechanisch bedingt und zu erwarten. Sie folgt einem Gewebestress- und Reparaturzyklus und klingt in der Regel mit ausreichender Ruhe, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung und Unterstützung der Regeneration ab.
Rheumatoide Arthritis ist anders. Es handelt sich um eine chronische, immunvermittelte Entzündungserkrankung mit einer anderen Pathophysiologie. Auch Arthrose, Tendinopathie und chronische Gelenkreizung unterscheiden sich von normalem Muskelkater nach körperlicher Anstrengung.
Die Forschung zur Photobiomodulation umfasst sowohl die Erholung nach sportlicher Betätigung als auch chronische Entzündungskrankheiten, jedoch variieren die Protokolle, klinischen Ziele und die Qualität der Evidenz. Der Artikel darüber, ob Rotlichtbestrahlung Senioren bei der Linderung von Beschwerden durch rheumatoide Arthritis helfen kann, sollte chronische Gelenkerkrankungen gesondert behandeln.
Ältere Erwachsene, die sowohl unter trainingsbedingtem Muskelkater als auch unter einer zugrunde liegenden Entzündungserkrankung leiden, sollten vor Beginn einer Photobiomodulationsroutine zu Hause mit einem Arzt sprechen, insbesondere wenn sie Medikamente einnehmen oder in der Vergangenheit lichtempfindlich waren.
Älterer Erwachsener liegt mit Augenschutzbrille auf einer Rotlichttherapiematte.
Drei Variablen bestimmen, ob eine Rotlichttherapie nach dem Training voraussichtlich eine angemessene Dosis liefert:
Die Behandlungsdauer wird oft missverstanden. Viele Regenerationsprogramme sehen Sitzungen von etwa 10–20 Minuten pro Behandlungsbereich vor, abhängig von der Bestrahlungsstärke und dem Gerätetyp. Mehr Zeit ist nicht immer besser. Die Photobiomodulation folgt einer zweiphasigen Dosis-Wirkungs-Beziehung: Zu wenig Licht kann wirkungslos bleiben, während zu viel die gewünschte Zellreaktion verringern kann.
Für ältere Erwachsene, die die Therapie noch nicht kennen, ist ein vorsichtiger Ansatz am besten: Beginnen Sie mit einer kürzeren Sitzung, beobachten Sie die Reaktion über mehrere Anwendungen hinweg und erhöhen Sie die Sitzungsdauer nur, wenn die Geräteanweisungen und die persönliche Verträglichkeit dies zulassen.
Die Positionierung beeinflusst die Dosis. Ein Panel, das in 15 cm Abstand verwendet wird, liefert eine andere Bestrahlungsstärke als dasselbe Panel in 30 cm Abstand. Ein am Körper getragenes Gerät, das direkt auf der Kleidung angebracht wird, kann weniger Licht auf die Haut abgeben als eines, das gemäß der Gebrauchsanweisung direkt über dem Behandlungsbereich verwendet wird. Beachten Sie stets die vom Hersteller empfohlenen Behandlungsabstände und suchen Sie nach Daten zur Bestrahlungsstärke, die in diesem Abstand gemessen wurden.
Ältere Erwachsene mit Gleichgewichtsstörungen sollten es vermeiden, ohne Unterstützung vor einem Panel zu stehen. Eine sitzende Position, ein stabiler Stuhl oder eine Behandlung im Liegen sind möglicherweise sicherer und lassen sich leichter und regelmäßiger durchführen.
Die Größe der Behandlungsfläche ist wichtig, da Muskelkater nach dem Training oft mehrere Muskelgruppen betrifft. Ein kleines Gerät eignet sich beispielsweise für Knie, Schulter oder unteren Rücken. Eine größere Platte oder Matte ist hingegen praktischer für Oberschenkelvorderseite, Oberschenkelrückseite, Waden, Hüfte oder die hintere Muskelkette.
Unterschiedliche Geräteformate dienen unterschiedlichen Wiederherstellungszielen:
Panels eignen sich gut für größere Muskelgruppen, da sie einen größeren Bereich gleichzeitig abdecken. Je nach Größe und Positionierung können sie für Oberschenkel, Rücken, Gesäß, Waden, Schultern oder die gesamte hintere Muskelkette geeignet sein.
Matten oder flexible Ganzkörpermatten können für Anwender hilfreich sein, die sich nach dem Training lieber hinlegen oder denen das Stehen während der Behandlung schwerfällt. Sie können außerdem den Vorbereitungsaufwand reduzieren und so die Behandlungskonsistenz verbessern.
Gürtel und Bandagen sind hilfreich bei lokalen Schmerzen. Sie lassen sich leichter um den unteren Rücken, die Knie, die Hüften, die Schultern oder die Ellbogen anlegen. Diese Hilfsmittel sind oft praktischer für Anwender mit eingeschränkter Beweglichkeit oder kleineren Behandlungsbereichen.
Beim Vergleich von Formaten sollten Sie auf neutrale technische Informationen und nicht auf Werbeaussagen achten:
Für ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist die einfache Handhabung ebenso wichtig wie die optische Leistung. Ein Gerät, das sich nur schwer richtig positionieren lässt, kann zu einer ungleichmäßigen Dosierung oder einer ungesunden Körperhaltung führen.
Zu den nützlichen Designmerkmalen gehören:
Bei lokalisierten Schmerzen kann ein tragbarer Gürtel oder eine Bandage das Stehen, Bücken oder Anpassen einer großen Auflagefläche reduzieren. Bei großflächigeren Schmerzen kann eine Matte oder eine größere Auflagefläche die Notwendigkeit verringern, mehrere kleine Bereiche nacheinander zu behandeln.
Augenschutz sollte immer dann getragen werden, wenn helles rotes oder nahinfrarotes Licht die Augen direkt oder indirekt erreichen kann. Dies ist besonders wichtig bei Geräten mit geringem Abstand oder hoher Lichtleistung.
Die Photobiomodulation wurde sowohl vor als auch nach dem Training untersucht. Die Anwendung vor dem Training wird mitunter als Vorbereitungsstrategie bezeichnet, während die Anwendung nach dem Training im Allgemeinen darauf abzielt, Muskelkater zu reduzieren und die Regeneration zu unterstützen.
Für ältere Erwachsene lässt sich die Anwendung nach dem Training besser in die Abkühlphase integrieren. Eine 10- bis 20-minütige Anwendung nach dem Training kann mit Flüssigkeitszufuhr, Dehnübungen oder einer ruhigen Pause kombiniert werden. Durch diesen Zeitpunkt entfällt zudem ein zusätzlicher Schritt vor dem Training, was die Einhaltung der Routine verbessern kann.
Ein sinnvoller Einstieg ist, die Rotlichttherapie einige Wochen lang nach dem Training anzuwenden, bevor man mit dem Zeitpunkt vor dem Training experimentiert. Regelmäßigkeit und Verträglichkeit sollten wichtiger sein als ein kompliziertes Behandlungsprotokoll.
Zertifikat für Phototherapie
Ein Rotlichttherapiegerät ist nur so wirksam wie die tatsächlich abgegebene Lichtmenge. Dieser Unterschied ist insbesondere für ältere Erwachsene wichtig, da sie das Gerät möglicherweise regelmäßig zur Genesung, zur Unterstützung der Mobilität oder zur Linderung chronischer Beschwerden einsetzen.
Das Hauptrisiko bei schlecht dokumentierten Geräten ist die Unsicherheit. Wenn ein Gerät keine Angaben zu Wellenlänge, Bestrahlungsstärke, Behandlungsabstand oder Anwendungshinweisen macht, können Anwender nicht feststellen, ob sie eine Unter- oder Überdosierung vornehmen oder das Gerät einfach außerhalb des in Studien untersuchten Bereichs verwenden.
Zu den Qualitätsindikatoren, auf die man achten sollte, gehören:
Regulatorische oder Zertifizierungsdokumente sollten sorgfältig gelesen werden. Eine Registrierung oder Listung bedeutet nicht automatisch, dass ein Medizinprodukt nachweislich eine bestimmte Erkrankung behandelt. Sie kann lediglich darauf hinweisen, dass der Hersteller bestimmte administrative, sicherheitsrelevante oder qualitätsbezogene Anforderungen erfüllt hat. Die klinische Wirksamkeit hängt weiterhin von den Geräteparametern, der korrekten Anwendung und dem individuellen Gesundheitszustand ab.
Unabhängig vom Gerätetyp sollten ältere Erwachsene vorsichtig sein, wenn sie:
In solchen Fällen ist eine professionelle medizinische Beratung hilfreicher als allgemeine Online-Ratschläge.
Die Grundlage bildet ein präzise spezifiziertes, sicher konstruiertes und klar dokumentiertes Gerät. Die Gestaltung der Sitzung entscheidet dann darüber, ob die Rotlichttherapie zur Regeneration nach dem Training geeignet ist.
Rotlichttherapie im Bereich von 630–850 nm kann die Regeneration nach körperlicher Anstrengung unterstützen, indem sie die Mitochondrienaktivität, die Signalwege des oxidativen Stresses und Entzündungsprozesse beeinflusst. Studien zur Photobiomodulation und zur Erholung nach dem Training berichten von Verbesserungen bei Muskelkater, Kreatinkinase- und Laktatwerten sowie von Markern der Muskelleistung. Allerdings gibt es nur wenige Studien, die sich speziell mit Erwachsenen über 60 Jahren befassen.
Für die praktische Anwendung sollten ältere Erwachsene Wert auf eine schonende Gestaltung der Behandlungssitzungen, die Überprüfung der Gerätespezifikationen, einen angemessenen Behandlungsabstand, Augenschutz und regelmäßige Anwendung legen. Rotlichttherapie sollte als unterstützendes Mittel zur Genesung betrachtet werden, nicht als Ersatz für Ruhe, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung, Krafttraining oder gegebenenfalls ärztliche Versorgung.
Die Rotlichttherapie gilt im Allgemeinen als risikoarm, wenn sie gemäß der Geräteanleitung angewendet wird und das Gerät klare Sicherheitshinweise bietet. Sie verwendet nichtionisierendes Licht und erzeugt keine UV-Strahlung. Ältere Erwachsene mit lichtempfindlicher Haut oder solche, die photosensibilisierende Medikamente einnehmen, sollten jedoch vor Beginn der Therapie ihren Arzt konsultieren. Augenschutz wird empfohlen, sobald helles Licht in die Augen gelangen kann.
Viele Regenerationsprogramme für Sportler untersuchen die Photobiomodulation vor oder kurz nach dem Training. Für die Anwendung zu Hause ist die Anwendung von Rotlichttherapie innerhalb der ersten Stunden nach dem Training ein praktischer erster Schritt. Ist eine Anwendung am selben Tag nicht möglich, kann eine Sitzung am nächsten Morgen dennoch sinnvoll sein, insbesondere wenn erste Muskelkater auftreten.
Die am häufigsten diskutierten Lichtspektren sind sichtbares rotes Licht um 630–680 nm und Nahinfrarotlicht um 800–880 nm. Rotes Licht ist eher für oberflächliches Gewebe relevant, während Nahinfrarotlicht besser für tiefer liegendes Muskel- und Bindegewebe geeignet ist. Viele Geräte kombinieren beide Spektralbereiche, da Muskelkater oft mehrere Gewebetiefen betrifft.
Wärmetherapie wirkt hauptsächlich durch Temperaturveränderung, Gefäßerweiterung und Durchblutungsförderung. Rotlichttherapie hingegen basiert auf Photobiomodulation, bei der Licht mit zellulären Signalwegen interagiert. Ein Rotlichtgerät kann sich warm anfühlen, der Wirkmechanismus besteht jedoch nicht einfach in der Erwärmung des Gewebes. Dadurch unterscheidet es sich von Wärmepackungen, heißen Bädern oder der Nutzung einer Infrarotsauna.
Studien zur Photobiomodulation bei Erwachsenen deuten auf potenzielle Vorteile bei verzögertem Muskelkater und Erholungsmarkern hin. Die Datenlage speziell für Erwachsene über 60 ist jedoch geringer als für jüngere und gemischte Altersgruppen. Ältere Erwachsene sollten die Rotlichttherapie als unterstützende Maßnahme zur Regeneration in Verbindung mit ausreichend Schlaf, Proteinzufuhr, Flüssigkeitszufuhr, schrittweiser Trainingssteigerung und genügend Ruhe betrachten.
Viele Protokolle sehen etwa 10–20 Minuten pro Behandlungsbereich vor, die optimale Sitzungsdauer hängt jedoch von der Bestrahlungsstärke, der Wellenlänge, dem Abstand und den Geräteanweisungen ab. Längere Sitzungen sind nicht automatisch besser, da die Photobiomodulation eine zweiphasige Dosis-Wirkungs-Beziehung aufweist. Ältere Erwachsene, die die Therapie zum ersten Mal anwenden, sollten mit einer niedrigen Behandlungsdauer beginnen und diese erst bei Bedarf steigern.
Nahinfrarotes Licht dringt tiefer ein als sichtbares rotes Licht und wird häufig für tiefer liegende Weichteilgewebe eingesetzt. Die Eindringtiefe hängt von der Wellenlänge, den Hauteigenschaften, der Gewebezusammensetzung, der Entfernung und der Geräteleistung ab. Bei größeren oder tiefer liegenden Muskeln sind die korrekte Positionierung und eine ausreichende Bestrahlungsstärke besonders wichtig.
Manche ältere Erwachsene mit Arthritis können Rotlichttherapie anwenden, doch die durch Arthritis bedingte Entzündung unterscheidet sich von normalem Muskelkater nach dem Sport. Personen mit aktiven entzündlichen Erkrankungen, Gelenkersatz, starken Schmerzen, Schwellungen oder Bedenken hinsichtlich ihrer Medikamente sollten vor Beginn einer Heimanwendung einen Arzt konsultieren.
Achten Sie auf Geräte, die die Bestrahlungsstärke im vorgesehenen Behandlungsabstand angeben, nicht nur die maximale Lichtstärke an der LED-Oberfläche. Der geeignete Bereich hängt von der Behandlungsdauer, dem Zielgewebe und der Behandlungsfläche ab. Geräte ohne Angabe der Bestrahlungsstärke im Behandlungsabstand sind schwer zu beurteilen.
Mögliche Risiken bestehen unter anderem durch aktive Krebserkrankungen im oder in der Nähe des Behandlungsbereichs, photosensibilisierende Medikamente, direkten Augenkontakt, akute Hautreaktionen, kürzlich erfolgte Operationen, offene Wunden und implantierte elektrische Geräte. Ältere Erwachsene mit komplexer Krankengeschichte sollten vor Beginn der regelmäßigen Anwendung ärztlichen Rat einholen.