Unsere Blogs
Nutzbarmachung Licht für
Ganzheitliches Wohlbefinden
Aktualisiert: 24. Juni 2026 | Lesezeit: 14 Minuten
Sollte man die Rotlichttherapie vor oder nach dem Krafttraining anwenden?
Die präziseste Antwort lautet: Es kommt darauf an, was Sie optimieren möchten. Photobiomodulation vor dem Training kann die Leistungsfähigkeit steigern und die Ermüdungsresistenz verbessern, während die Anwendung nach dem Training die Regeneration, die Linderung von Muskelkater und die Wiedereingliederung ins Training unterstützen kann. Es gibt jedoch keine allgemeingültige „optimale Anwendungszeit“ für jeden Athleten, jedes Training oder jedes Gerät.
Die Rotlichttherapie, auch Photobiomodulationstherapie (PBM) genannt, ist vielversprechend, ihre Wirkung hängt jedoch stark von Wellenlänge, Dosis, Bestrahlungsstärke, Behandlungsabstand, Expositionszeit, Zielgewebe und Trainingszustand ab. Mit anderen Worten: Der Zeitpunkt ist wichtig – aber allein der Zeitpunkt entscheidet nicht über den Erfolg einer Behandlung.
Dieser Leitfaden erklärt, wie rotes und nahinfrarotes Licht mit dem Krafttraining interagieren, wann die Anwendung vor oder nach dem Training sinnvoll sein kann und welche Fehler beim Aufbau einer praktischen Routine vermieden werden sollten.
Die Rotlichttherapie nutzt spezifische Wellenlängen des sichtbaren roten und nahinfraroten Lichts, um biologische Prozesse im Gewebe zu beeinflussen. Gängige Wellenlängen, die in Fitness- und Regenerationsgeräten verwendet werden, sind sichtbares rotes Licht im Bereich von 630–660 nm und nahinfrarotes Licht im Bereich von 810–850 nm.
Der zugrundeliegende Prozess wird als Photobiomodulation bezeichnet. Vereinfacht ausgedrückt können bestimmte Wellenlängen des Lichts von zellulären Strukturen absorbiert werden, darunter auch von mitochondrialen Komponenten wie der Cytochrom-c-Oxidase. Diese Wechselwirkung kann die ATP-Produktion, oxidativen Stress und Entzündungssignale beeinflussen.
Rotlichttherapie ist nicht mit einer Wärmelampe oder Sauna zu verwechseln. Wärmetherapien wirken primär über Temperatur, Durchblutung und thermische Stressreaktionen. PBM hingegen ist wellenlängenspezifisch und dosisabhängig. Ein korrekt konzipiertes Rotlicht- oder Nahinfrarotgerät erzeugt photochemische Effekte und erwärmt nicht nur die Haut.
Dennoch ist PBM keine Zauberei. Es wirkt innerhalb eines biologischen Dosisfensters. Zu wenig Licht kann nur geringe Wirkung zeigen, während zu viel oder falsch angewendetes Licht den gewünschten Nutzen mindern kann. Diese zweiphasige Reaktion ist einer der Gründe, warum klare Dosierungsrichtlinien so wichtig sind.
Ein Athlet nutzt nach dem Krafttraining ein Rotlichttherapie-Panel im Regenerationsbereich eines Fitnessstudios.
Rotes Licht und Nahinfrarotlicht werden oft zusammengefasst, sind aber nicht austauschbar.
Sichtbares rotes Licht im Bereich von 630–660 nm wird von oberflächlichem Gewebe stärker absorbiert. Es kann zur Behandlung von Hautreizungen, zur Förderung der Durchblutung und zur Linderung oberflächlicher Beschwerden eingesetzt werden.
Nahinfrarotlicht im Bereich von 810–850 nm dringt im Allgemeinen tiefer ein als sichtbares rotes Licht und eignet sich daher besser für die Behandlung von Muskel-, Sehnen- oder Gelenkgewebe unter der Haut. Die Eindringtiefe ist jedoch nicht konstant. Sie hängt von der Hautdicke, dem Körperfettanteil, der Geräteleistung, dem Abstrahlwinkel, dem Abstand zur Haut, der Behandlungsdauer und davon ab, ob das Gerät in Körperkontakt verwendet wird.
Da die Lichtenergie beim Durchgang durch Gewebe abnimmt, ist es genauer zu sagen, dass Nahinfrarotlicht tieferliegende Strukturen möglicherweise mit mehr Energie erreicht als sichtbares rotes Licht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Geräte mit einer Wellenlänge von 850 nm automatisch tiefes Muskelgewebe effektiv erreichen.
Für die Regeneration nach dem Krafttraining kann ein Gerät, das rote und nahinfrarote Wellenlängen kombiniert, praktischer sein als ein Gerät, das nur rotes Licht abgibt, insbesondere wenn größere Muskelgruppen wie Quadrizeps, Oberschenkelmuskulatur, Gesäßmuskulatur, Schultern oder unterer Rücken trainiert werden sollen.
Krafttraining erzeugt kontrollierten Stress. Schweres Heben führt zu mechanischer Spannung, metabolischem Stress und geringfügigen Störungen der Muskelfasern und des Bindegewebes. Als Reaktion darauf verstärkt der Körper die Entzündungsreaktion, aktiviert Reparaturmechanismen und leitet den Anpassungsprozess ein.
Marker wie Kreatinkinase, Entzündungszytokine, oxidativer Stress und verzögert einsetzender Muskelkater werden häufig in der Forschung zur Erholung nach dem Training untersucht. Diese Marker stellen nicht einfach nur „Schäden“ dar, die beseitigt werden müssen. Sie sind Teil des Anpassungsprozesses, der dem Körper hilft, mit der Zeit stärker zu werden.
Hier kommt die Rotlichttherapie ins Spiel. PBM kann laut einigen Studien oxidativen Stress und Entzündungen modulieren, die Mitochondrienfunktion unterstützen und Regenerationsmarker verbessern. Ziel sollte jedoch nicht die Unterdrückung des Trainingssignals sein, sondern die Regeneration fördern, ohne die Anpassung zu beeinträchtigen.
Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass PBM im Zusammenhang mit sportlicher Betätigung hilfreich sein kann, die Ergebnisse jedoch variieren. Unterschiede in Dosis, Wellenlänge, Trainingsart, Erfahrung der Probanden und Geräteeinstellungen erschweren die Entwicklung eines allgemeingültigen Behandlungsprotokolls.
Darstellung des mitochondrialen ATP-Produktionswegs, der während der Erholung nach Krafttraining durch rotes und nahinfrarotes Licht stimuliert wird.
Die Anwendung von Rotlichttherapie vor dem Training wird oft als Photobiomodulations-Präkonditionierung bezeichnet.
Die Idee dahinter ist, dass Lichtexposition vor dem Training die Muskelvorbereitung unterstützen kann, indem sie die Mitochondrienaktivität, die ATP-Verfügbarkeit und die Ermüdungsresistenz beeinflusst. Einige Studien berichten von Verbesserungen der sportlichen Leistungsfähigkeit oder einer Reduzierung von Muskelschäden nach dem Training, wenn PBM vor der Aktivität angewendet wird.
Dieser Ansatz ist besonders dann sinnvoll, wenn die Leistungssteigerung im Vordergrund steht. Ein Gewichtheber könnte beispielsweise vor Kniebeugen eine kurze Einheit für den Quadrizeps oder vor dem Drücken für die Schultern einplanen, um die Vorbereitung zu verbessern und nicht nur Muskelkater zu behandeln.
Ein praktischer Ansatz zur Vorbereitung auf das Training könnte Folgendes umfassen:
Da die Geräte stark variieren, sind feste Zeitvorgaben nicht optimal. Eine Behandlungsdauer von 3–10 Minuten pro Zielbereich kann für manche Geräte angemessen sein, jedoch kann ein leistungsschwächeres Gerät ein anderes Protokoll erfordern als ein hochleistungsfähiges klinisches Gerät. Am wichtigsten ist es, die Herstellerangaben zu befolgen, die Bestrahlungsstärke im Arbeitsabstand zu berücksichtigen und nicht anzunehmen, dass eine höhere Bestrahlungsdauer immer besser ist.
PBM vor dem Training kann hilfreich sein, wenn das Ziel die Leistungssteigerung ist, die Evidenz sollte jedoch nicht überbewertet werden. Es ist ein Hilfsmittel, das sorgfältig getestet werden sollte, keine Garantie für Leistungssteigerung.
Die Rotlichttherapie nach dem Training wird häufig zur Regeneration, zur Linderung von Muskelkater und zur Vorbereitung auf die nächste Trainingseinheit eingesetzt.
Nach dem Training ist der Körper bereits mit der Bewältigung von Entzündungen, oxidativem Stress und der Gewebereparatur beschäftigt. PBM kann diesen Regenerationsprozess bei manchen Anwendern unterstützen, indem es die Entzündungssignale, die Mitochondrienfunktion und Marker für Muskelschäden reguliert. Einige Studien berichten von weniger Muskelkater, einer verbesserten Kraftwiederherstellung oder niedrigeren Kreatinkinase-Werten nach PBM, die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich.
Die Anwendung nach dem Training ist besonders dann sinnvoll, wenn die Regeneration im Vordergrund steht und nicht die kurzfristige Leistungssteigerung. Dies ist insbesondere relevant bei hochfrequenten Trainingsblöcken, intensiven Beintrainings, anspruchsvollen Konditionseinheiten oder Phasen, in denen Muskelkater das nächste Training beeinträchtigt.
Ein praktischer Ansatz nach dem Training könnte Folgendes umfassen:
Viele Anwender bevorzugen die Anwendung nach dem Training, da sie sich optimal in die Abkühlphase oder die abendliche Regenerationsroutine einfügt. Die Behauptung, PBM müsse innerhalb eines exakten Zeitfensters von 5–30 Minuten angewendet werden, ist jedoch zu eng gefasst. Eine frühere Anwendung mag zwar praktisch und potenziell nützlich sein, doch die aktuelle Studienlage liefert keine allgemeingültige Regel für den Anwendungszeitpunkt nach dem Training.
Ein Athlet liegt nach einer Kreuzheben-Einheit mit einem Rotlichttherapiegürtel um den unteren Rücken da.
Es gibt keinen allgemeingültigen optimalen Zeitpunkt für jeden Kraftsportler. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Hauptziel ab.
Pre-Workout-PBM kann sinnvoll sein, um die Muskelbereitschaft zu unterstützen, frühzeitige Ermüdung zu reduzieren oder einen bestimmten Bereich vor dem Training vorzubereiten. Halten Sie die Einheit fokussiert und moderat. Dies ist in der Regel nicht der richtige Zeitpunkt für ein langes Ganzkörpertraining.
Post-Workout-PBM eignet sich besonders gut, um Muskelkater zu lindern, die Geweberegeneration zu unterstützen oder die Leistungsfähigkeit für die nächste Trainingseinheit zu steigern. Dies ist oft die praktischere Option für Freizeitsportler und Athleten mit anspruchsvollen Trainingsplänen.
Manche Anwender kombinieren eine kurze Pre-Workout-Einheit mit einer moderaten Post-Workout-Einheit. Dies kann für Leistungssportler oder Personen, die ein strukturiertes Regenerationsprogramm testen, sinnvoll sein. Mehr ist jedoch nicht automatisch besser. Die wöchentliche Gesamtbelastung sollte sorgfältig gesteuert werden, insbesondere bei wiederholter Beanspruchung derselben Muskelgruppen.
Trainingshistorie, Schlafqualität, Ernährung, Stress, Körperzusammensetzung und die individuelle Regenerationsfähigkeit können die Reaktion auf PBM beeinflussen. Betrachten Sie jedes Trainingsprogramm als 4- bis 6-wöchiges Experiment. Dokumentieren Sie Muskelkater, Aufwärmqualität, Schlaf, Trainingsleistung und Ihre Leistungsfähigkeit am Folgetag, bevor Sie entscheiden, ob der Zeitpunkt für Sie passt.
Dauerprotokolle für die Rotlichttherapie vor und nach dem Krafttraining
Einer der größten Fehler bei der Rotlichttherapie ist, sich nur auf den Zeitpunkt zu konzentrieren und dabei die Dosisabgabe zu vernachlässigen.
Die Wirksamkeit eines Geräts hängt von mehreren Faktoren ab:
Beispielsweise kann ein Gerät mit geringer Leistung, das zu weit von der Haut entfernt gehalten wird, nur sehr wenig nutzbares Licht an das Zielgewebe abgeben. Ein Hochleistungspanel, das zu nah und zu lange verwendet wird, kann unnötige Wärme erzeugen oder die vorgesehene Dosis überschreiten. Ein Gerät, das nur rotes Licht abgibt, mag für oberflächliche Bereiche geeignet sein, ist aber für die Regeneration tieferliegender Muskeln weniger geeignet.
Deshalb können Aussagen wie „10 Minuten reichen aus“ oder „20 Minuten sind optimal“ ohne Gerätekontext irreführend sein. Dieselbe Belichtungszeit kann je nach Gerät sehr unterschiedliche Dosen erzeugen.
Für eine gezielte Muskelregeneration sind Nahinfrarot-Fähigkeit, realistische Bestrahlungsdaten und der korrekte Behandlungsabstand wichtiger als Marketingaussagen wie „hohe Leistung“ oder „professionelle Qualität“.
PBM funktioniert nicht wie zusätzliche Sätze im Fitnessstudio. Mehr Licht bedeutet nicht immer mehr Nutzen. Überbelichtung kann die Wirksamkeit verringern oder die Anwendung unangenehm machen.
Die Verwendung von Wearables während des Krafttrainings kann Wärme erzeugen, von der korrekten Bewegungsausführung ablenken oder den Trainingsreiz beeinträchtigen. Es ist in der Regel besser, die Trainingsphase von der Erholungs- oder Vorbereitungsphase zu trennen.
Sichtbares rotes Licht und Nahinfrarotlicht erfüllen unterschiedliche praktische Zwecke. Wenn Ihr Ziel die Regeneration tiefer Muskelschichten ist, ist ein Gerät mit Nahinfrarot-Wellenlängen möglicherweise besser geeignet als ein Gerät, das ausschließlich rotes Licht abgibt.
Die Entfernung beeinflusst die Dosis erheblich. Ein Gerät, das zu weit entfernt verwendet wird, kann deutlich weniger Licht abgeben als erwartet. Überprüfen Sie daher immer die Bestrahlungsstärkedaten für die tatsächlich geplante Entfernung.
Die Rotlichttherapie sollte über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Eine einzelne Anwendung vor oder nach dem Training reicht nicht aus, um ihre Wirksamkeit nachzuweisen. Beobachten Sie Ihre Therapiemuster über mehrere Wochen.
Die Person hält das Rotlichttherapiegerät zu weit von der Haut entfernt, wodurch die effektive Dosis reduziert wird.
Die Forschung zu PBM und Bewegung ist vielversprechend, es gibt aber noch wichtige Einschränkungen.
Viele Studien untersuchen untrainierte oder nur Freizeitsportler. Die Ergebnisse dieser Gruppen lassen sich möglicherweise nicht direkt auf fortgeschrittene Kraftsportler übertragen.
Die Standardisierung der Dosis bleibt eine große Herausforderung. Studien unterscheiden sich hinsichtlich Wellenlänge, Bestrahlungsstärke, Behandlungsdauer, Energiedichte, Applikationsort und -zeitpunkt. Dies erschwert den direkten Vergleich von Protokollen.
Die langfristigen Auswirkungen auf die Muskelhypertrophie sind noch nicht vollständig erforscht. PBM kann zwar Muskelkater reduzieren oder die Regenerationsparameter verbessern, das bedeutet aber nicht automatisch, dass es das Muskelwachstum direkt steigert. Jeglicher Nutzen für die Hypertrophie ist eher indirekt: Verbessert sich die Regeneration, können sich Trainingsqualität und -kontinuität im Laufe der Zeit verbessern.
Das Verhältnis zwischen Entzündungskontrolle und Anpassung erfordert ebenfalls differenzierte Betrachtung. Akute Entzündungen sind Teil der Trainingsreaktion. Moderates PBM scheint in vielen Kontexten mit den Regenerationszielen vereinbar zu sein, aggressive entzündungshemmende Strategien sind jedoch während der Muskelaufbauphasen möglicherweise nicht immer wünschenswert.
Die sicherste Schlussfolgerung lautet: PBM kann ein nützliches Instrument zur Regeneration und Leistungssteigerung sein, sollte aber progressives Training, Schlaf, Ernährung, Flüssigkeitszufuhr und Belastungsmanagement ergänzen – und nicht ersetzen.
Nutzen Sie dieses einfache Gerüst als Ausgangspunkt.
Setzen Sie Rotlichttherapie vor dem Training ein, wenn Sie Ihre Leistungsfähigkeit steigern, sich besser aufwärmen oder Ihre Ermüdungsresistenz verbessern möchten. Die Anwendung sollte kurz, gezielt und schonend sein.
Setzen Sie Rotlichttherapie nach dem Training ein, wenn Sie die Regeneration unterstützen, Muskelkater reduzieren oder Ihre Leistungsfähigkeit für die nächste Trainingseinheit verbessern möchten. Konzentrieren Sie sich dabei auf die trainierten Muskelgruppen und vermeiden Sie übermäßige Bestrahlung.
Ziehen Sie einen Hybridansatz nur dann in Betracht, wenn Sie die wöchentliche Gesamtdosis bewältigen können. Nutzen Sie eine kurze Pre-Workout-Einheit zur Vorbereitung und eine moderate Post-Workout-Einheit zur Regeneration.
Wählen Sie einen Zeitpunkt, den Sie regelmäßig umsetzen können. Eine realistische Routine, die drei- bis fünfmal pro Woche durchgeführt wird, ist in der Regel sinnvoller als ein kompliziertes Programm, das Sie nicht einhalten können.
Die Rotlichttherapie kann vor oder nach dem Krafttraining eingesetzt werden, wobei jedes Zeitfenster einem anderen Zweck dient.
Die Einnahme vor dem Training kann die Leistungsfähigkeit steigern und die Ermüdungsresistenz verbessern. Die Einnahme nach dem Training kann die Regeneration, die Linderung von Muskelkater und die Wiedereingliederung ins Training unterstützen. Keiner der beiden Zeitpunkte ist generell überlegen.
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Wellenlänge, Dosis, Behandlungsabstand, Zielgewebe und Konsistenz. Nahinfrarotlicht eignet sich möglicherweise besser für tiefer liegende Muskelstrukturen, während sichtbares rotes Licht besser für oberflächliches Gewebe geeignet ist.
Nutzen Sie PBM als Ergänzung zu guten Trainingsgewohnheiten, nicht als Ersatz für Schlaf, Proteinzufuhr, progressive Überlastung und eine angemessene Erholungsplanung.
Verwenden Sie es vor dem Training, wenn Sie Ihre Leistung steigern möchten. Verwenden Sie es nach dem Training, wenn Sie die Regeneration unterstützen möchten. Falls Sie sich für eine der beiden Varianten entscheiden müssen, ist die Anwendung nach dem Training zur Linderung von Muskelkater möglicherweise praktischer, während die Anwendung vor dem Training bei hochintensiven Trainingseinheiten getestet werden kann.
Einige Studien deuten darauf hin, dass PBM Muskelkater reduzieren, die Kraftregeneration unterstützen oder Marker für trainingsbedingte Muskelschäden beeinflussen kann. Die Ergebnisse variieren jedoch je nach Geräteeinstellungen, Dosis, Trainingsart und individueller Reaktion.
Es gibt keine allgemeingültige Zeitvorgabe. Ein praktischer Ausgangspunkt ist eine kurze, gezielte Anwendung vor dem Training, oft etwa 3–10 Minuten pro Muskelgruppe, abhängig von der Geräteleistung und dem Behandlungsabstand. Beachten Sie stets die gerätespezifische Anleitung.
Ja, aber die Gesamtdosis ist wichtig. Wenn du beides verwendest, halte die Anwendung vor dem Training kurz und gezielt und nutze die Anwendung nach dem Training zur Unterstützung der Regeneration. Gehe nicht davon aus, dass eine längere oder häufigere Anwendung automatisch bessere Ergebnisse liefert.
Die Belege für einen direkten Nutzen für das Muskelwachstum sind schwächer als die für positive Auswirkungen auf die Regeneration. PBM kann die Hypertrophie indirekt unterstützen, indem es zu einer besseren Regeneration, einem regelmäßigeren Training oder qualitativ hochwertigeren Trainingseinheiten beiträgt. Es ist jedoch kein Ersatz für progressives Überlastungstraining, ausreichend Protein und Schlaf.
Nahinfrarot-Wellenlängen um 810–850 nm sind im Allgemeinen für tiefer liegende Gewebestrukturen relevanter als sichtbares rotes Licht. Viele Geräte kombinieren jedoch rotes und nahinfrarotes Licht, da sowohl oberflächliches als auch tiefer liegendes Gewebe am Heilungsprozess beteiligt sein können.
Viele Anwender beginnen mit drei bis fünf Sitzungen pro Woche, oft abgestimmt auf ihre Trainingstage. Tägliche Anwendung kann für manche sinnvoll sein, die Wirkung ist jedoch nicht rein dosisabhängig. Häufigere Anwendung ist nicht automatisch besser.
Für eine tiefere Muskelregeneration kann Nahinfrarotlicht von Vorteil sein, da es tiefer eindringt als sichtbares rotes Licht. Für oberflächliches Gewebe kann sichtbares rotes Licht weiterhin nützlich sein. Ein Gerät, das sowohl rotes als auch Nahinfrarotlicht kombiniert, ist oft die flexibelste Lösung.